Was ist People Pleasing?
Für andere da zu sein, Rücksicht zu nehmen und Kompromisse einzugehen, gehört zu guten Beziehungen. People Pleasing beginnt deshalb nicht dort, wo du freundlich oder hilfsbereit bist.
Entscheidend ist vielmehr, was dein Verhalten steuert. Vielleicht hilfst du nicht nur, weil du helfen möchtest, sondern weil ein Nein unangenehm wäre. Du stimmst zu, obwohl du eigentlich anderer Meinung bist. Du übernimmst etwas, obwohl du bereits erschöpft bist. Oder du beschäftigst dich nach einem Gespräch lange mit der Frage, ob jemand enttäuscht, verärgert oder schlecht auf dich zu sprechen sein könnte.
People Pleasing beschreibt ein wiederkehrendes Muster, bei dem die BedĂĽrfnisse, Erwartungen und die Zustimmung anderer so viel Gewicht bekommen, dass die eigenen BedĂĽrfnisse und Grenzen zunehmend in den Hintergrund geraten.
Wichtig: People Pleasing ist keine psychische Diagnose. Der Begriff beschreibt ein Verhaltens- und Beziehungsmuster, das unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann.
Problematisch ist also nicht deine Freundlichkeit. Entscheidend ist, ob du dich frei dafür entscheidest – oder ob hinter deinem Entgegenkommen die Sorge steckt, andere zu enttäuschen, abzulehnen oder einen Konflikt auszulösen.