Was sind Sorgen?
Sich Sorgen zu machen gehört zum menschlichen Denken. Wenn etwas wichtig für uns ist und sein Ausgang unsicher erscheint, versucht unser Kopf häufig vorauszudenken: Was könnte passieren? Was müsste ich dann tun? Wie kann ich verhindern, dass etwas schiefgeht?
Sorgen sind deshalb zunächst nichts Ungewöhnliches. Sie richten sich typischerweise auf mögliche zukünftige Ereignisse und bestehen häufig aus einer Kette von Gedanken, Fragen und gedanklich durchgespielten Szenarien.
Vielleicht kennst du Gedanken wie
„Was, wenn ich einen Fehler mache?“
„Was, wenn etwas passiert?“
„Was, wenn ich das nicht schaffe?“
„Was, wenn die Untersuchung doch etwas zeigt?“
Ein gewisses Maß an Sorgen kann hilfreich sein. Wenn morgen eine wichtige Aufgabe ansteht, kann Nachdenken dazu führen, dass du dich vorbereitest oder ein konkretes Problem löst.
Schwieriger wird es, wenn dein Denken immer wieder neue mögliche Gefahren produziert, ohne zu einer Lösung zu gelangen. Dann fühlt sich Sorgen zwar nach Problemlösen an, führt aber häufig vor allem zu weiterer Unsicherheit.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob du dir ĂĽberhaupt Sorgen machst. Die wichtigere Frage lautet
Hilft mir dieses Nachdenken gerade dabei, etwas Konkretes zu lösen – oder dreht mein Kopf immer neue Möglichkeiten durch, die ich im Moment gar nicht kontrollieren kann?